Statik

Statik (gr. statikos „zum Stillstand bringend“) steht für:

(A) Statik (Physik), ein Teilgebiet der Mechanik, das sich mit Kräften in unbewegten Systemen beschäftigt (B) Baustatik, ein Teilgebiet des Bauingenieurwesens, das die Berechnung realer statischer Systeme umfasst die umgangssprachliche Bezeichnung für eine statische Berechnung auf der Grundlage und mit den Mitteln der Baustatik (C) statische Analyse, ein Aspekt der Informatik bei der Prüfung von Software (D) Elektrostatik, ruhende elektrische Ladungen (E) Statik (Elektrotechnik), eine lineare Kennlinie zur Regelung von Generatorsätzen (F) Komparative Statik, ein Begriff aus der Mikroökonomie

Baustatik: Baustatik oder die Statik der Baukonstruktionen ist die Lehre von der Sicherheit und Zuverlässigkeit von Tragwerken im Bauwesen. In der Baustatik werden die Kräfte und deren gegenseitige Auswirkungen in einem Bauwerk sowie in jedem dazugehärigen Bauteil berechnet. Die Berechnungsverfahren der Baustatik sind Hilfsmittel der Tragwerksplanung und mit der Lehre der Modellbildung und der Konstruktionslehre Teil der Tragwerkslehre.

Die Baustatik ist eine Sammlung analytischer und graphischer Verfahren, welche dazu dienen, bei Bauwerken aus der Einwirkung äußerer Lasten auf innere Spannungen und Verformungen zu schließen, die Lastabtragung des so genannten Tragwerks nachzuvollziehen und damit letztlich dessen Stabilität oder Nichtstabilität (Kinematik) nachzuweisen. (Ein Tragwerk ist die Modellvorstellung der lastabtragenden Teile eines Bauwerks, welche sich in Steifigkeit, Festigkeit und Material grundsätzlich unterscheiden können.) Die auf ein Bauwerk wirkenden Lasten unterteilt man nach der Häufigkeit ihres Auftretens in ständige (etwa das Eigengewicht der Konstruktion), veränderliche (etwa Schnee, Wind, Temperatur, Verkehr oder schwankende Wasserstände) und außergewöhnliche Einwirkungen (etwa Erdbeben, Feuer oder den Anprall von Fahrzeugen). Eine Zielsetzung ist dabei, die ungünstigste Kombination aus diesen Lasten zu ermitteln und zwar hinsichtlich der Beanspruchung der Bauwerksmaterialien und der Begrenzung von Verformungen (Nachweis der Gebrauchstauglichkeit).

Die Problemstellungen beschränken sich auf statische (also ruhende, unbewegte) Belastungen, während die verwandte Baudynamik die Reaktion von Konstruktionen auf veränderliche Lasten (wie z. B. Schwingungen) erfasst.

Als spezielles und spezialisiertes Teilgebiet der Mechanik bedient sich die klassische Baustatik vor allem der Elastizitätstheorie und des Hookeschen Gesetzes. Eine wichtige Rolle in ihr spielt deshalb das Superpositionsprinzip, also die Annahme der Proportionalität von Last und Verformung und damit der inneren Spannungen.

(Quelle: Wikipedia)

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